Der Hochzeitsguide – Teil 4: Die verschiedenen Arten einer Trauung

 

 

 

Sagt JA – aber wie? Heute wollen wir uns mit der Frage beschäftigen – „Wie möchte ich eigentlich heiraten?!“. Eine essentielle Frage, die gleich am Beginn der Hochzeitsplanung geklärt werden sollte, bauen doch alle weiteren Schritte auf diese Entscheidung auf. Immer häufiger fällt uns auf, dass allen Brautpaaren die kirchliche und standesamtliche Trauung wohl ein Begriff sind. Fällt der Begriff „Freie Trauung“, steht den meisten aber schon ein großes Fragezeichen ins Gesicht geschrieben – so auch bei allen anderen Möglichkeiten wie eine Trauung noch über die Bühne gehen kann. Und genau diese wollen wir euch mit diesem Artikel etwas näher bringen und euch somit eine kleine Hilfestellung bei der Wahl eurer Trauungsart sein.

Die Standesamtliche Trauung 

Auch wenn allseits bekannt, ein paar Worte wollen wir trotzdem über die klassische standesamtliche Trauung verlieren. Die standesamtliche Trauung im klassischen Sinne ist wohl eher die förmlichere Art zu heiraten – kurze Ansprache, die Frage ob die Ehe von beiden Seiten eingegangen werden will, der Ringtausch und zu guter Letzt das Unterzeichnen der Dokumente – und es ist vollbracht.

Gerade letzteres ist aber ausschlaggebend, denn rechtlich verbindlich ist NUR die standesamtliche Hochzeit. Um dem ganzen doch einen Hauch Romantik zu verleihen – schließlich dauert eine standesamtliche Zeremonie knappe 15-20 Minuten – verbinden sie die meisten Brautpaare mit einer anschließenden kirchlichen Trauung.

Soll es doch NUR das Standesamt sein, gibt es aber auch die Option sie mit etwas mehr Herzchen und Blümchen zu gestalten. Besichtigt mehrere Standesämter! Meldet euch beim Standesamt eures Wohnsitzes und LOS GEHT die Suche nach eurem Wunschamt. Mittlerweile verfügen sehr viele über besondere Räumlichkeiten in feierlichem Ambiente – sogar unter freiem Himmel. Auch traditionelle Bräuche wie Reiswerfen, Spalierstehen können mit dem Standesamt abgeklärt werden.  Macht euch außerdem schlau und informiert euch über mögliche Zusatzkosten – so steht einer romantischen Trauung auch vor dem Standesamt nichts mehr im Weg.

Die Kirchliche Trauung 

Selbst als Nicht – Kirchengeher, entscheiden sich sehr viele Brautpaare für eine kirchliche Trauung. Gehört für sie das Feierliche und Prunkvolle einer Kirche doch einfach dazu.

Voraussetzungen für eine katholische & evangelische Trauung & sonstige wichtige Informationen 

  • Die Ehe ist für Anhänger der katholischen Kirche ein Sakrament. Sollte einer von euch also schon Mal verheiratet gewesen sein, könnte dies ein Problem sein, denn die Ehe gilt in der katholischen Kirche als unauflöslich. Nur in bestimmten Fällen kann ein Eheannullierungsverfahren eingeleitet werden, welches sehr zeitintensiv sein kann. Erkundet euch im Fall des Falles also bei eurer zuständigen Pfarre und dem zuständigen Diözesangericht.

 

In der evangelischen Kirche bedarf es einer bloßen Absprache mit dem Pfarrer.

 

  • Es muss mindestens ein Partner Mitglied der trauenden Kirche sein.

 

  • Außerdem muss in der katholischen Kirche ein Trauungsprotokoll aufgenommen werden, welches den Ehewillen dokumentiert.

 

Die evangelische Kirche verzichtet darauf.

 

  • Ein Gespräch beim zuständigen Pfarrer ist außerdem eine Voraussetzung, sowie das Abhalten eines Ehevorbereitungskurses.

 

  • Im Gegensatz zur standesamtlichen Trauung, benötigt ihr für die kirchliche Trauung zwei volljährige Trauzeuginnen/Trauzeugen.

 

Die evangelische Kirche sieht die Notwendigkeit von Trauzeigen nicht vor.

 

  • Stellt euch rechtzeitig bei der Pfarrkanzlei bezüglich eures Wunschtermins vor.

 

  • Ihr habt außerdem die Möglichkeit in einer anderen als der Wohnsitzpfarre zu heiraten. Dafür müsst ihr euch zwar bei eurer Pfarre anmelden, mit Erlaubnis des Pfarrers und nach Dokumentation eines Trauungsprotokolls, ist es aber auch möglich bei eurer Wunschpfarre zu heiraten.

Auch die evangelische Kirche sieht diese Möglichkeit vor.

Solltet ihr ein Pärchen mit unterschiedlichen Konfessionen sein, nicht den Kopf in den Sand stecken. Für solche Fälle gibt es eine eigene Institution, die ökumenische Trauung. Die Trauung wird dabei entweder vom katholischen, vom evangelischen oder gar von beiden Geistlichen abgehalten.

Quelle:giphy.com

Die Freie Trauung

Eine Freie Trauung ist etwas ganz Besonderes und stark im Kommen. Sie ist das Pendant zur kirchlichen Eheschließung. Abgesehen von Austritt aus der Kirche, Scheidung, Konfessionslosigkeit, gibt es noch einen weiteren bedeutsamen Grund sich für eine freie Trauung zu entscheiden – nämlich der Wunsch nach einer ganz besonderen und persönlichen Trauung, welche von einem Standesamt kaum gewährleistet werden kann.

Mit einer freien Trauung sind euch – liebes Brautpaar – keine Grenzen gesetzt. Ob am Strand, im ländlichen Stil, im eigenen Garten – es gibt so viele Möglichkeiten. Es gibt keine Regeln und keine Vorschriften, was zählt seid ganz allein ihr und eure Vorstellung von eurer Traumhochzeit.

Im Grunde genommen, kann eine freie Trauung von jedermann abgehalten werden, zB: ein Freund von euch oder doch der Vater der Braut. Üblicher ist es allerdings, sich dafür einen Trauredner oder einen freien Theologen zu engagieren, die sich auf freie Trauungen spezialisiert haben und darin geübt sind.

 

Quelle: giphy.com

 

Ob eine standesamtliche Trauung alleine, in Kombination mit einer kirchlichen oder freien Vermählung – jede Trauungsart hat etwas Einzigartiges und wir sind uns sicher ihr findet genau das Richtige für eure ganz persönliche Traumhochzeit.